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Varaždin die barocke Residenz Kroatiens
In der historischen Perlenkette der mitteleuropäischen Städte offenbart sich Varaždin seinem Gast als eine seltene urbane Perle als eine Stadt der Harmonie und Gemütlichkeit, die Stadt, die ihre spezifische urbane Identität nicht nur durch die dauerhafte Schönheit der alten barocken Architektur vor Augen führt, sondern auch durch die Wärme ihrer reizvollen Plätze, Straßen und Parkanlagen und vor allem durch den Reichtum der erhaltenen Museumssammlungen. So hat Varaždin bis zur heutigen Zeit einige der wesentlichen Merkmale des “Kroatischen Wiens” aufbewahrt, als die Stadt des Barock, der Musik und der Blumen.

Zahlreiche kulturhistorische Sehenswürdigkeiten der Stadt zeugen von ihrer reichen, mehr als 800 Jahre alten Geschichte. Viele kroatische Adelige, Großgrundbesitzer, Handwerker und Künstler führten hier ein prunkvolles Leben, insbesondere Ende des 18. Jh., als Varaždin in seiner besten Blütezeit die Hauptstadt Kroatiens war.
Die ganze Stadt ist eigentlich ein Museum, sie ist auch moderner Sitz des heutigen Bistums und der Varaždiner Gespanschaft, der Kreuzungspunkt der Wege von Mitteleuropa nach Zagreb und zur adriatischen Küste, und dadurch ein anziehendes Reiseziel. Denn, in ihrem altertümlichen Stadtkern wird jeder Besucher den Geist der vergangenen Jahrhunderte und die Schönheit des heutigen Lebens spüren.
Das ganze Jahr hindurch lebt die Stadt sehr intensiv, und auf ihren Straßenbühnen wechseln sich interessante touristische Veranstaltungen ab. Sie lädt Sie freundlich zum Špancirfest- dem Fest der Spaziergänger ein, zu Konzerten im Rahmen der Varaždiner Barockabende, Vorstellungen, Ausstellungen und Messen, Theatervorführungen aber auch zur Besichtigung der Sehenswürdigkeiten wie: die Alte Burg, das monumentalste und wertvollste Komplex, wo die Sammlungen des Stadtmuseums untergebracht sind; das städtische Rathaus in dem schon seit fast 5 Jahrhunderten die Stadtverwaltung residiert, das eines der ältesten europäischen Rathäuser ist; der Varaždiner Friedhof, der Naturpark höchsten Ranges, oder die faszinierende Sammlung “Die Welt der Käfer”, die in einem der zahlreichen Varaždiner Paläste den Besuchern das rätselhafte Leben der Natur zur Schau stellt. Wenn Sie von Mitte April bis Oktober Varaædin besuchen, wird Sie im Stadtzentrum an jedem Wochentag der städtische Notar begrüßen, der Ihnen kalligraphisch den Varaædiner Reisepass, ein besonderes Souvenir der Stadt, ausschreiben wird; der städtische Schmied wird für Sie das Varaždiner Medaillon ausprägen, und es könnte auch passieren, dass Sie vom städtischen Physikus mit “Glückspulver” bestreut werden. Jeden Samstag, zwischen 11 und 12 Uhr, werden Sie vor dem Rathaus der attraktiven, von den Trommlern begleiteten Wachablösung der Mitglieder der Varaædiner Bürgergarde, der populären “Purgar”, beiwohnen.

Die Beschreibungen großer Festessen, die in der Vergangenheit besonders von den Varaædiner Metzgern veranstaltet wurden, lassen schließen, dass die Speisekarte der Varaždiner durchaus ausgiebig, verschiedenartig und von vorzüglicher Qualität war. Dieser Tradition folgend, bereiten die Varaždiner Gastronomen auch heute opulente heimische Gerichte nach Rezepten aus “Großmutters Küche”. So ist das wohlschmeckende Varaždiner “Klipić” (Hefeteiggebäck) die am häufigsten servierte Spezialität aus der kulinarischen Vergangenheit dieser Gegend. Es ist ein unvermeidlicher Teil der Vorspeise in fast allen Restaurants von Varaždin.

Angaben

Lage: Nordwesten Kroatiens

Geographische Breite und Länge: 46°18'30'' / 16°20'16''

Einwohnerzahl: 49.075

LinksVaraždiner GespanschaftStadt VaraždinStadt Varaždinske topliceStadt LudbregStadt IvanecStadt LepoglavaTrakošćan-BednjaGornji Kneginec
Sehenswürdigkeitensport

* Stadtkern mit den Palästen
* Varaždiner Friedhof
* Kroatisches Volkstheater



Wussten Sie?

Als hervorragend in seiner Originalität, zeichnet sich die Gesellschaft der Weintrinker „Pinta“ aus, gegründet im Jahr 1694 vom Grafen Patačić. „Pinta“ versammelt „Weindoktoren“ bei ausgiebigen Festessen. Auf Anklagen des Varaždiner Priestertums antworteten die Mitglieder immer mit der Witziger Bemerkung: „Wer gut trinkt, der schläft gut. Wer gut schläft, der sündigt nicht, und wer nicht sündigt, kommt in den Himmel. Also, wer gut trinkt, der kommt in den Himmel.“ Zu den „Weindoktoren“ gehörten auch Frauen aus der feinsten Aristokratie.